Codemasters: Real ist Mist

In einem Interview mit dem Creative Director von Codemasters, Sion Lenton, gab selbiger zu verstehen, was er von Spielen mit der Abhandlung realer Konflikte hält – und das ziemlich deutlich.

In den Mittelpunkt der Betrachtung rücken hier vor allem die beiden realitätsnahen Shooter Medal of Honor und das bisher noch nicht veröffentlichte Six Days in Fallujah, die in letzter Zeit gut Reden von sich machten.
Könnte der Creative Director Lenton, der zur Zeit an Operation Flashpoint: Red River (Release 2011) arbeitet, darüber entscheiden, würde er die Spieleindustrie von realen Konflikten Abstand nehmen lassen.

Codemasters ©flickr.com / Lleno

Er persönlich wolle nicht auf auf gegenwärtige Konflikte fokussieren, das sei nämlich weder besonders angemessen noch geschmackvoll. Er illustriert den Grund seiner Ablehnung an einem nahen Beispiel:
„Der Neffe einer Frau, die hier arbeitet, wurde vor einigen Monaten von einem improvisierten Sprengkörper getötet. Wenn ich sowas höre, möchte ich sicher nicht in einem verdammten Meeting sitzen und meine Vorstellungen solcher Umsetzungen ausführen.“

Die erfolgte Stellungnahme von Seiten Lentons rührt daher, dass EA das Subjekt starker Kritik wurde, als es sein jüngstes Kind, Medal of Honor, in Afghanistan situierte. Der ursprüngliche Plan, im Multiplayer Modus Taliban agieren zu lassen, wurde zwar kurzerhand verworfen (sie wurden zur Opposing Force), aber das täuscht ja nun wirklich nicht über den Realitätsgrad hinweg.
Lenton und sein Team hätten eine reale Begebenheit für ihr Red River nie ins Auge gefasst.

(Quelle)

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