Darkstar One erscheint für die XBox … mit nur vier Jahren Verspätung

Normalerweise sind ja die PCler die Leidtragenden, wenn es um verspätete Portierungen geht. In diesem Fall allerdings liegt der Release der originalen Version schon ganze vier Jahre zurück.

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Das trübt aber nicht meine Freude als Elite-Veteran der ersten Stunde (Das Spiel heißt so, ich kann nichts dafür, dass diese Bezeichnung so verdammt… elitär klingt!) und begeisterten Fan von Weltraumshootern im Allgemeinen (ein Genre, welches heutzutage leider nahezu ausgestorben ist).

Das Spiel wurde ursprünglich vom inzwischen leider seligen deutschen Traditionsstudio Ascaron (ehemals Ascon) entwickelt, das uns während seines Bestehens u. A. mit Titeln wie Patrizier, Sacred ud zu guter Letzt Sacred 2 beglückt hat. Leider hat sich das gewagte Experiment, den Weltraumshooter mit „Darkstar One“ zu einer Renaissance zu verhelfen als finanzieller Fehlschlag herausgestellt.

Das Spiel übertraf zwar meine persönlichen Erwartungen und zählt immernoch zu einem meiner Lieblingstitel aber leider scheint es am Rest der Welt weitestgehend vorbeigeflogen zu sein. (Ja, das war in der Tat ein Wortspiel. Ich meine… vorbei-„geflogen“, versteht ihr? Denn es geht doch um ein Raumschiff, das… ach, egal!) Ich hatte wirklich spaß mit diesem Spiel. Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten – draußen vor der Schulter des Orion. Und Ich habe C-Beams gesehen; glitzernd im Dunkeln nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente wären verloren in der Zeit, so wie Tränen im Regen. Gäbe es nicht den Publisher Kalypso und dessen hauseigenen Entwickler Gaming-Minds (der wiederum zu großen Teilen aus dem ehemaligen Team von Ascaron besteht) , die das Spiel auf unser aller Lieblingskonsole portieren.

Technisch wird die Engine weitestgehend an moderne Standards angepasst: ein neues HUD (oder besser: überhaupt ein HUD) und Full HD-Auflösung sollen die angestaubte Darkstar One in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Wer das Spiel noch nicht kennt oder einfach in anderer Form erleben möchte, dem kann ich es wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Der Spielfluss kann durch die teils monotonen Nebenmissionen und das immer gleiche Artefakte-Sammeln (ihr werdet wissen, was ich meine) zwar etwas ins Stocken geraten, dafür entschädigt das Spiel aber mit einer (für damalige Verhältnisse) herausragenden Grafik und einer sehr nett inszenierten (und vor Allem absolut perfekt vertonten) Story.

Also habt Spaß mit der Dunkelstern Eins und „Don’t Panic!“

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