Homefront: Ein kurzes Vergnügen

Das Gute an opulenten und selbstverliebten Pressenmitteilungen: Es gibt keine Gegenstimmen. Zumindest nicht, wenn es keine geben kann, weil das Objekt der Beurteilung ein Zukünftiges, Nebelumschlungenes ist und sowieso.

Im Falle von Homefront haben wir es mal wieder mit einer besonderen Spezies der großspurigen Großkotzigkeit zu tun. Und wir wissen ja alle, dass große Töne einmal zum tiefen Fall verhelfen könnten. Zuletzt wurde besonders eindrucksvoll bei der Ankündigung von Devil’s Third mit einer gewissen Vollkommenheit geprotzt – aber die durften auch, immerhin fehlte für den Shooter noch ein Publisher. Im Falle von Homefront aber weitet ein Abteilungsleiter von THQ die Drohgebärden noch ein Stück weiter aus. Nach Danny Bilson, Chef der Core-Games Abteilung, könne Homefront es nämlich genreübergreifend mit so ziemlich allem aufnehmen.

Homefront ©flickr.com / THQ Insider

Also nicht nur das Shooter-Genre wolle der Titel von den „Kaos Studios“ aufmischen, sondern auch das Action-Genre und, so Bilson wörtlich, „das, was ich gerne spielbare Filme nenne„. Ich kenne nur einen wirklich cineastisch-anmutenden Titel, und das wäre Heavy Rain. Und spätestens hier lassen einen noch so optimistische Worte doch zweifeln.
Denn was es bleibt, ist ein actionlastiger Shooter, welcher sich storytechnisch zwischen wütenden und weltgefährdenden Nordkoreanern in Südkorea und in Amerika ansiedelt.

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Bilson gestand gleichzeitig aber ein, dass man zu Gunsten eines 20stündigen Kampagnenmodus viel Tiefe aus dem Multiplayer hätte nehmen müssen. So entschied man sich, das Spiel mit einem sechs- bis zehnstündigen Einzelspielerbereich auszustatten. Im Multiplayer-Modus könne man aber ohne Weiteres seine 100 Stunden verbringen.

Plattform: PS3, xBox360, PC
Genre: Shooter
Publisher: THQ
Entwickler: Kaos Studios
USK: n/a
Release: März 2011

(Quelle)

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