Videospieleberichterstattung

Vor ein paar Wochen stellte Matthias Dittmayer ein Video ins Netz, in welchem er die Berichterstattung von uns hochgejubelten öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD und ZDF mal genauer unter die Lupe nahm. Jetzt hat auch die Süddeutsche darüber berichtet und sogar ein Interview mit M.D. geführt, welches ihr hier lesen könnt.

Ja. Wahres Interesse an Games ist, wenn man wie Matthias trotzdem nicht gleich (bei den ersten drei, vier Worten des Nachrichtensprechers) abschaltet. Seit Jahren kann man als nicht-aufs-Hirn-Gefallener ja nur wegschauen, wenn das Fernsehen mal wieder über die üblen Killerspiele berichtet. Ich frage mich langsam, wann ich selbst mal zu Maschinengewehr oder Schwert greifen und meine halbe Stadt niedermähen werde, wie ich es in gewaltverherrlichenden Brutalospielen wie Zelda oder Final Fantasy gelernt habe. Vielleicht fang ich ja auch an, Leuten auf den Kopf zu springen, wie ich das bei Super Mario immer tu.

Interessant ist auch, dass den Privatsendern nebenher immer wieder unterstellt wird, sie würden sich mit hetzkampagnen-gleichen Hype-Aktionen um Einschaltquoten schlagen und dabei die Wahrheit nicht mal mit einem Tritt in den Hintern würdigen. Die öffentlich-rechtlichen machen doch genau den selben Mist! Nur, dass wir dafür auch noch bezahlen müssen. (Naja, zumindest diejenigen unter uns, die noch nicht ihren Fernseher für’s Zocken noch nicht gegen einen hochauflösenden Monitor ohne TV Tuner ausgetauscht haben.) Abschalten, wegschnauen und im stillen Kämmerchen meckern hilft aber nicht. Matthias zeigt, wie man mit ganz nüchternen Fakten, die ach so objektive Berichterstattung in der Luft zerfetzen kann. Anschauen, freuen.
[youtube R9JRm3iQQak]

Kommentare (1)

  1. Ein Bravo für Matthias Dittmayer für dieses Video und eines für den Blog-Schreiber für die Verbreitung dieses Aufklärungsmaterials. Es ist schon erschreckend, wie sehr sich die Medien ihre eigenen Narrativen formen. Besonders Nicht-Gamer bekommen da ein völlig falsches Bild.

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