3D Sicht birgt Schwierigkeiten

Die 3D-Entwicklung ist noch gar nicht in gelebten Windeln, da verbreitet sich bereits die erste Ernüchterung: Eine Anpassung „älterer“ Spiele an das 3D-Niveau wirkt aufgrund schwieriger Umsetzung arg unrealistisch.

Echt, echter, 3D, xD, Reallife. Dank dem Wunderwerk Gehirn weniger Auserwählter schreitet der technische Fortschritt immer weiter voran. So schrotten wir nicht nur die Meere mit Öl, räuchern uns gegenseitig mit allerhand bombastischen Mitteln aus, sondern stellen uns sogar – gnadenlos wie wir so sind – die Bösewichter des multimedialen Unterhaltungswahnsinns fast schon ins Wohnzimmer. Zumindest könnten wir das Gefühl haben, wenn wir denn wollten und so aussehen wollen:

PlayStation3 3D ©flickr.com / do3dnow

In einem Gespräch mit dem Magazin OPM äußerte sich Sonys Senior-Development-Manager Simon Benson eher kritisch gegenüber der Technikfunktion des 3D-Gamings in Spielen, die für diesen Darstellungsgrad noch nicht ausgelegt sind, ergo, die Technologie nicht integriert haben. Entsprechend stark kompliziert könne es werden, so Benson, solche Spiele hinterher mit diesem Feature auszustatten.

Ich bin mir sicher, wir werden [mehr Spiele nachträglich 3D-tauglich machen], da die Erweiterung mit der 3D-Sicht eine ganz neue Spielerfahrung bieten kann.“ Doch diese Nachbearbeitung sei wesentlich schwieriger, als ein Spiel von Beginn an damit auszustatten.
Eines der größeren Probleme sei, „dass all diese Spiele von uns entwickelt wurden, um nur mit einem HD-Ausgang zu arbeiten. Diese für eine 3D-Ausgabe noch zweimal zu rendern, kann eine Herausforderung sein.
Übrigens gäbe es auch Probleme, die stets zweidimensional ausgerichteten Interfaces in Spielen im Dreidimensionalen funktionstüchtig zu machen. Und sowieso sei alles schwierig und mimimi.

Schön, dass da wenigstens die Hardware-Komponente nicht meckert, die PlayStation3 ist nämlich bereits seit dem Firmware Update 3.30 grundsätzlich befähigt, 3D darzustellen.

(Quelle)

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