Gabe Newell: Da helfen auch keine Niedrig-Preise

Der Mitbegründer von Valve, Gabe Newell, äußerte sich kürzlich zur Thematik Piraterie und wie man sie aufhalten könnte.

Denn mitnichten sei die Piraterie durch große Kampagnen mit niedrigen Preisen aufzuhalten, sondern könnte weitmehr durch einen besseren Service seitens der Publisher beschränkt werden. Seiner Meinung nach würde bezogen auf die Piraterie und deren Ursprünge sogar ein richtiges Missverständnis existieren, denn sie sei schon immer ein Service-Problem gewesen und eben kein Preis-Problem. Er führt dazu folgendes Beispiel an:


Gabe Newell ©flickr.com / SegmentNext

Würde etwa ein Raubkopierer ein Produkt überall auf der Welt, 24 Stunden am Tag und über die ganze Woche ganz bequem über den eigenen PC erreichbar machen und anbieten, dann sei der Service zweifelsohne kostbarer als der gesetzliche Vertreter oder Publisher, der das Produkt zunächst mit einem Regional-Code versieht und es erst drei Monate später und dann auch nur außerhalb des Internets anbietet.

Des Weiteren geht der Kopf von Valve noch auf die allgemeinen und üblichen Machenschaften der Konzerne ein und lässt nicht viel gutes Haar: So würden die meisten Lösungen der digitalen Rechtsverwaltungen den Wert des jeweiligen Produktes entweder durch eine direkte Beschränkung des Spiel- oder Nutzungsumfangs oder durch das Erzeugen von Ungewissheit beim Kunden dezimieren.
Ginge es nach dem Mann hinter der Onlineplattform Steam, sollte jeder Publisher für einen größeren Service sorgen, um der Piraterie langatmig entgegenzuwirken. Außerdem findet er und schlägt vor, dass man sich mehr noch in die Lage und die Sicht der Kunden versetzen sollte, denn in den Posten der Produktion.

Schön wäre es noch gewesen, hätte er noch etwas zu Gebrauchtspielen zu sagen gehabt. Vielleicht das nächste Mal.

(Quelle)

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