Gebrauchtspiele sind legaler Diebstahl?

Eine interessante Aussage zur Thematik der Gebrauchtspiele machte kürzlich das Oberhaupt der kanadischen Spieleschmiede Digital Extremes.

Zur Abwechslung tauchen wir einmal in die große weite Welt der Spieleindustrie und befassen uns fernab des üblichen Konsolenkriegs mit der durchaus interessanten Thematik der Gebrauchtspiele, die ja umfassend den gesamten Markt an PC- und Konsolengames betrifft. In einem Interview mit den Damen und Herren von Gamestar gab Michael Schmalz, Chef jener Entwickler, die sich verantwortlich für den Spielehit  (1998) oder die PC-Portierung von Homefront zeigten, eine interessante wie gewagte Aussage ab: „Der Handel mit gebrauchten Spielen ist im Grunde genommen legaler Diebstahl.“

Michael Schmalz ©flickr.com / TechAlliance

Als Entwickler sehe man beim Secondhand-Handel nämlich keinen Cent mehr von seinen Produkten. Es könne einfach nicht angehen, dass etwa Titel wie Call of Duty bis zu 10mal bei der Einzelhandelskette GameStop getauscht würde. Dabei verdienen die Händler zu 100% an der Arbeit und beim Entwickler lande nichts.

So würden Entwickler unter Druck geraten, auch garantiert einen Top-Titel mit hohen Verkaufszahlen zu landen um das Studio nicht schließen zu müssen. Dieser Druck würde sie veranlassen, Experimente grundsätzlich zu unterlassen – jene Experimente und Innovationen, die wir vielleicht gerne sehen würden. Er wisse aber durchaus, dass die Spieler mit dem Geld neue Spiele kaufen, oder nur die 60 Dollar ausgeben, weil sie bei GameStop sowieso wieder 2/3 davon zurückbekommen.
Deshalb äußert Herr Schmalz den Vorschlag, doch eine Art Schutzzeit von sechs Monaten nach Release einzuführen, sodass die Spiele erst ein halbes Jahr nach Release zurückgetauscht werden dürften.

Persönlich finde ich den Vorschlag von Entwicklerseite her zwar verständlich, jedoch schlichtweg nicht umsetzbar. Anders geht es doch in anderen Unterhaltungs- oder Technik-Branchen auch nicht zu?

(Quelle)

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Kommentare (1)

  1. scheiß Konzern Ärsche können den Hals nicht voll genug kriegen! Die verdienen trotzdem Millionen, also sollen se sich nicht so anstellen. Und mal ehrlich für Qualität zahle ich auch gern den vollen Preis, aber liefert Call of Duty wirklich Qualität ab?? die Ps3 Version sieht beschießen aus und die Gegner sehen alle gleich aus (vor allem in dem Flugbahnhof Level die Zivilisten) Also ich kauf nur noch gebrauchte Games! Außer U3 des wird vorbestellt 😉

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