Medal of Honor: Von Taliban zur „Opposing Force“

Medal of Honor gehört zweifelslos zu den realitätsnahsten Spielen dieser Zeit. Im Krisengebiet Afghanistan leistet der Spieler als Soldat den amerikanisch-alliierten Kräften tatreiche Unterstützung gegen die Ta..

HA! Falsch gedacht. Wo bisher noch die Gegner unter dem Großtraumschiff Taliban durch die explosiv belasteten Gebiete flanierten, sagen wir jetzt nicht mehr Taliban, sondern „Opposing Force“. Dass das an der beängstigend realen Gewaltdarstellung so mal überhaupt gar nichts ändert und sowieso jeder weiß, dass er dem jungen, talibanmotivierten Kriegsgenossen gerade den Headshot seines Lebens verpasst hat, können wir ja für uns behalten. Aber langsam. Warum, und überhaupt?

Medal of Honor ©flickr.com / arvinyorro

Es waren die Bitten von Freunden und Familien gefallener amerikanischer Soldaten, die die Medal of Honor – Entwickler dazu bewegten, die drei-einhalb Codezeilen von den als Taliban bezeichneten Gegnern in „Opposing Force“ zu ändern.

In den letzten Monaten habe man aus aller Welt viel Feedback zum Multiplayer-Modus erhalten. Spieler, aktive Militärs und Freunde und Familie aktiver Soldaten sollen sich dabei überaus positiv über die Spielerfahrung geäußert haben – wofür das Team um den Shooter auch überaus dankbar sei.
Aber dann gab es da noch die kritischen Stimmen von Angehörigen gefallener Soldaten. Diese eröffneten dem Team einige Bedenken über die als Taliban bezeichneten Taliban. Aus diesem Grund und der dem Titel stets zu Grunde liegenden Ehrerbietung gegenüber amerikanischen und alliierten Soldaten habe man sich folglich entschlossen, die Taliban umzubenennen.
Für den Spieler solle sich diese Änderung aber nicht weiter auswirken, da das Gameplay des heute erscheinenden Titels dabei nicht tangiert würde.

Spieltipp: Die rotweißblaubesternte Flagge anwedeln.

Plattform: PS3, xBox360, PC
Genre: Shooter
Entwickler: EA DICE
Publisher: Electronic Arts
USK: ab 18
Release: 15. Oktober 2010

(Quelle)

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