Politik & Games: Zocken im Bundestag

Heute mal weniger themenfremd, dafür aber weniger spezifisch. Ein Blick in die große weite Welt, oder auch nur bis vor die Tür, da steht es ja schon, mein künftiges Zuhause. Also das Reichstagsgebäude.

Ganz befremdlicher Weise kommt die Ambition zu einer LAN-Party im Bundestag mal nicht von einem Anti-Killerspielegegner-Aktivisten, der die Kuppel stürmt und es Shooter hageln lässt, sondern vom Kern. Drei Abgeordnete des Bundestages laden für Ende Oktober oder Anfang November alle Fraktionen zu einer Netzwerkparty ein, in der offenbar nicht nur Tetris und Solitair gespielt werden soll..
Einer der Initiatoren, das FDP-Mitglied Jimmy Schulz spricht sogar davon, die Fraktionen im Sinne von Teambewegungen gegeneinander antreten zu lassen..


Politik & Games ©flickr.com / mbell1975

Die ganze Aktion solle, so die drei Parteimitglieder, dazu verhelfen, Berührungsängste von Seiten der Politiker mit dem Thema Spiele zu mindern. Denn nur wenn man sich selbst persönlich damit beschäftigt habe, spräche man anders darüber, so die Sicht der CSU-Abgeordneten Dorothee Bär.

Dabei soll das erfolgreichste Counter Strike-Team Deutschlands ihren Landesführern die ersten Schritte in den virtuellen Welten erleichtern und sie begleiten – nicht ohne die Hoffnung, nicht länger als „kranke Kinder“ abgestempelt zu werden.
Man habe auch durchaus vor, gewaltvollere Spiele wie Ego-Shooter in die Luke zu schieben. Immerhin seien ja alle Abgeordnete über 18…

Wieviel an dieser Aktion bitterböses Wahlkalkül mit Blick auf Jungstimmen ist, immerhin handelt es sich bei den Initiatoren um zwei FDP-Abgeordnete und eine CSU-Mitglied, muss jeder letztendlich für sich selbst entscheiden.
Für eine erste, konkrete Berührung aber ist so eine Aktion sicherlich begrüßenswert, nerdiger als das Politikergeschlecht wird man ja wahrscheinlich sowieso nicht.

(Quelle)

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