Dead Space 2 – Release auf der Kippe

Eigentlich sollte Dead Space 2 am 28. Januar 2011 auf den deutschen Markt kommen, was aber aufgrund eines „Appellationsverfahren“ des bayrischen Innenministeriums auf der Kipper steht.

Dead Space 2 hat von der USK die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ erhalten und musste dazu lediglich im Multiplayer geschnitten werden – kein Frindly Fire und somit auch kein zerstückeln von Menschen. Im Dezember hat das bayrische Innenministerium ein „Appellationsverfahren“ zur erneuten Prüfung des Spiels Angeordnet, welche im Januar erfolgen soll und somit ein Release am 28 eher unwahrscheinlich macht. Bisher gab es noch nie den Fall, dass ein bereits durch die USK freigegebenes Spiel nochmals zurückgezogen wird. Die aktuelle Prüfung von Dead Space 2 ist bereits die sechste und es bleibt abzuwarten, ob EA weitere Anpassungen vornehmen muss.

Dr. Olaf Coenen von EA Deutschland sagte dazu: „Wir sind seit Juli 2010 mit der USK im Gespräch über Dead Space 2. Es gab insgesamt fünf USK-Prüfungen mit der finalen Entscheidung, das Spiel zu kennzeichnen. Danach haben wir  die weiteren Produktionschritte unternommen. Nun wurde das Kennzeichen völlig überraschend und für uns nicht nachvollziehbar wieder kassiert. Die sechste Prüfung soll jetzt irgendwann im Januar erfolgen – bei einem Spiel, bei dem sich alle Beteiligten einig sind, dass es nur für Erwachsene angeboten werden soll. Das ist aus unserer Sicht absurd“

Electronic Arts hat eine eigene Online-Petition gegen diesen Schritt gestartet, wo jeder Mitmachen kann: Release von Dead Space 2 in Deutschland in Gefahr

Aktuell (Stand 10.01.2011 16:28 Uhr) unterstützen 30349 User die Petition.

Meiner Meinung nach ist es eine ganz schön krasse Nummer, kurz vor knapp ein „Appellationsverfahren“ einzureichen und ein Spiel das bereits eingestuft wurde nochmals einer Prüfung zu unterziehen – und das auch noch zum sechsten mal! Ich habe mich an der Petition von EA beteiligt, denn ich finde, dass ein bereits freigegebenes Spiel nicht zum sechsten mal geprüft werden muss – unabhängig davon um welches Spiel es sich handelt. Ich halte es für fraglich, ob die bayerischen Sozialministerin Frau Haderthauer überhaupt weis um was es geht und um welchen Titel es sich handelt oder ob man versucht ein Sieg gegen die Videospielkultur zu erringen und sich dabei wahllos auf einen Titel stürzt. Mir würden da einige andere Dinge einfallen, wo sich das bayrische Innenministerium ebenfalls so ins Zeug legen könnte!

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