US-Polizei warnt vor pädophilen Xbox Live-Nutzern

Wie die amerikanische News-website wlwt.com berichtet, werden im US-amerikanischen Raum zunehmend junge Xbox-Spieler Opfer pädophiler Verfolgung.

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Die Mittel und Wege dieser Menschen werden dabei immer geschickter. So geben sich erwachsene Nutzer teilweise als Kinder aus, um das Vertrauen des unbekannten Gegenübers zu gewinnen. Sie bauen über diese Art der parasozialen Interaktion eine Art von Bezieheung auf, geben sich verständnisvoll und einfühlsam und versuchen dann zu einem gegebenen Zeitpunkt die Grenze der virtuellen in die reale Umgebung der Kinder zu überschreiten

Dieses Phänomen ist zwar nicht sonderlich neu – im Internet tummeln sich bekanntermaßen haufenweise zwielichtiger Gestalten und es gibt bereits diverse Lehrgänge und Informations-Websites um Kinder sicher durch die Weiten des Internet zu begleiten. Aber mit dem Einzug in den Xbox Live-Dienst ist den Pädophilen traurigeweise ein regelrechter Geniestreich gelungen. Bedenkt man, wie viel Zeit gerade Kinder und Jugendliche vor der heimischen Konsole verbringen und welche Erfolge Ermittlerteams andererseits durch die teilweise Überwachung diverser Websites und gezielte Infiltration kinderpornographischer Websites vorweisen könne, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich die se Perversen auf neue Gebiete vorwagen würden.

So berichtet wlwt.com unter Anderem von einer 30 jährigen Dame aus Dayton, die einem 16 jährigen Jungen aus Arizona erst Nacktbilder von sich schickte und ihn anschließend aufforderte, es ihr gleich zu tun.

Diese und ähnliche Fälle wollen Polizeibeamte und Politiker in den USA nun verschärft beobachten. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Wellen an Hysterie, die diese – eigentlich nicht wirklich neue oder sonderlich unerwartete – Meldung in den USA geschlagen hat nicht neues Wasser auf die Mühlen deutscher Politiker mit sich bringen. Sonst sind wir Spieler bald nicht nur potentielle Amokläufer und Terroristen, sondern auch von vornherein Kinderschänder oder unmündige Bürger, die durch einrigoroses Herstellungs- und Verkaufsverbot sämtlicher Konsolen vor Selbigen geschützt werden müssen.

Bevor es soweit kommt, kann man sich gerade in der Elternrolle durchaus selbst informieren,wie man seine Kinder am besten Schützt. Wlwd.de schreiben am Ende ihres Artikels folgendes dazu:

„The best defense against potential threats, investigators said, is building an honest relationship between parents and children.“

Leider muss Ich anmerken, dass Ich selten einen derart hohlen und inhaltsleeren Satz gelesen habe. Von wirklicher Anteilnahme oder besorgnis ist hier keine Spur. Deshalb abschließend einige Links, die Kindern und Eltern moglicherweise einen etwas sichereren Umgang mit dem Internet und Online-Diensten wie Xbox-live ermöglichen:

Broschüre „Ein Netz für Kinder“

Bildungsinitiative Internetsicherheit

SCHAU HIN!

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Kommentare (2)

  1. Meine Güte.. Die XBox als Portal für Kinderfänger. Schrecklich! Mal im Ernst, wie paranoid sind die da drüben eigentlich, dass sie einen einzigen Vorfall dermaßen aufbauschen?
    Für meine Kinder ist es sicher gefährlicher, alleine ins Freibad zu gehen, als dass sie Probleme mit Perversen bei XBox- Live bekommen.

  2. Es führt einem zumindest vor Augen, dass nicht nur deutsche Politiker und Medienmacher durchdrehen, wenn es um das Thema Computer- und Videospiele geht. Andererseits muss man den Amerikanern hier zumindest zugute halten, dass Sie nicht direkt den jungen Spieler an sich vorverurteiln, sondern nur jeden, mit dem sich dieser evtntuell einmal übers Headset unterhalten könnte von vornherein als Pädophilen brandmarken. Klingt für mich fast so, als würde sich da ein Vertriebs- und Herstellungsverbot von Headsets anbahnen.
    Ob Günther Beckstein jetzt schon Übersee-Seminare in gehobener Paranoia gibt?

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